Vereinsausflug 2012

Bei besten äusseren Bedingungen fand die diesjährige Clairon-Reise statt. Selten war es im Sommer an einem Wochenende so herrlich schön und heiss wie am 18. und 19. August 2012. Die Reise begann am Bahnhof Muri zu früher Stunde (09:45 Uhr). Die Müdigkeit war dem einen oder anderen noch etwas ins Gesicht geschrieben, aber schon bald stieg in munterer Runde die Stimmung. Mit dem Zug ging es via Lenzburg, Zürich, Gossau in knapp drei Stunden nach Appenzell. Rasch liessen wir die wenigen hundert Meter zu Fuss hinter uns bis zum ersten, grossen Programm-Highlight: Eine spannende Besichtigung der Appenzeller Alpenbitter. Frau Forrer führte uns durch die Industriehallen der Brennerei und die Geheimnisse des Alpenbitters. Mit ganzen 42 Kräutern wird er hergestellt, Werbung ist schon lange verboten und man trinkt ihn kalt! Aber auch andere Leckereien wie zum Beispiel Buddel Willi oder Knobler werden durch die Brennerei vertrieben. Nach der ausgiebigen Degustation an der Alpenbitter-Bar deckten wir uns mit dem nötigen Proviant für die weitere Reise ein.

Anschliessend folgte eine kleine Besichtigung des Ortes, einem kühlen Blonden auf dem Landsgemeindeplatz und einer kurzen Stippvisite bei der Brauerei Locher. Mit dem Zug ging es weiter nach Wasserauen, wo uns die Seilbahn hoch über eine steile Felswand zur Ebenalp führte. Was für ein Panorama erwartete die Clairongarde: Alpstein, Hoher Kasten, Bodensee und weit ins Mittelland waren unter dem wolkenlosen Himmel sichtbar. Bis zum Sonnenuntergang genossen wir die herrliche Aussicht auf der Gartenterrasse der Ebenalp. Die Nacht verbrachte die Clairongarde in einem kleinen Schlag direkt unter dem First der Hütte. Dank der Stärkung durch den Buddel Willi fanden bald alle Gardisten ihren verdienten Schlaf.

Am Sonntag war wandern angesagt. Über die bekannte Einsiedlerkapelle Wildkirchli ging es in wenigen Stunden zum Seealpseeli. Im Berggasthaus Forelle (Fam. Fritsche) gab es eine kurze Stärkung. Danach fanden einige eine Abkühlung im kühlen Wasser des Sees und nochmals eine Stärkung im Berggasthaus Seealpsee. Zum Glück gibt es im Appenzellerland alle fünf Gehminuten eine Beiz. Nun folgte ein weiterer Abstieg wieder zurück nach Wasserauen. Dieser Weg führte an unzähligen Hupentieren vorbei, die einige Gardisten trotz aufgestellten Verbotsschildern versuchten zu füttern und melken. Im Anschluss fanden wir uns wieder in der Appenzellerbahn, die uns behutsam wieder ins Tal und nach Hause führte.

Viele Gardisten waren überrascht, wie schön und herzlich das Appenzellerland ist. Man sollte es bestimmt noch oft besuchen. Also bis zum nächsten Mal.